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Das Quartier Belchenstraße/Blauenstraße in Freiburg befindet sich in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Ziel der Stadt ist es, einen klaren Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers zu schaffen, insbesondere in den Bereichen Städtebau, Mobilität, Soziales, Freiraum und Umwelt. Diese Leitlinien sollen als Entscheidungshilfen für kommende Maßnahmen dienen und dabei die Interessen der Bewohner und anderer Interessierter einbeziehen.
Die Stadtverwaltung hat dafür ein Dialogverfahren initiiert, um die Meinungen und Erwartungen der Menschen vor Ort zu erfassen. Zwei öffentliche Veranstaltungen dienten der Informationsweitergabe und der aktiven Beteiligung der Bürgerschaft. In enger Zusammenarbeit mit MESS und Anne Krämer kooperative Stadtentwicklung wurde ein Prozess entwickelt, der neben der Information der Bevölkerung vor allem die Beteiligung der Anwohner fokussiert. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Quartiersleitlinien ein.
Die fertigen Leitlinien bieten eine planerische Grundlage für alle zukünftigen Entwicklungen im Quartier. Sie berücksichtigen Themen wie die bauliche Gestaltung, die soziale Infrastruktur, Mobilitätskonzepte und die Gestaltung öffentlicher Räume. Als informelles Konzept dienen sie als Orientierung für die weiteren Planungs- und Entscheidungsprozesse in Bezug auf städtebauliche Wettbewerbe und Bauleitplanverfahren.





Leistungen: Dialogverfahren und städtebaulicher Rahmen (Quartiersleitlinien)
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: ca. 10 ha
In Zusammenarbeit mit: Anne Krämer kooperative Stadtentwicklung, Leipzig

Das Projekt umfasst die Entwicklung der Liegenschaften der General-Kammhuber-Kaserne (GKK) und der ehemaligen Bundeswehrfachschule (BWFS) in Karlsruhe zur Unterbringung von Bundesbehörden sowie weiterer möglicher Nutzungen. Ziel ist es, das Areal zukunftsfähig weiterzuentwickeln, indem es einer städtebaulichen Neubewertung unterzogen wird, um eine hohe Dichte und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten in Einklang mit dem naturräumlichen Umfeld zu erreichen. Ein zentrales Anliegen ist die Sicherstellung einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung, wobei der Erhalt des wertvollen Baumbestands und die Integration des Hardtwaldes als Grünraum hervorgehoben werden.
Die Vorgehensweise umfasst die Erstellung eines städtebaulichen Strukturkonzepts, das die verträgliche Dichte und mögliche Flächenpotenziale ermittelt. Hierbei werden nicht nur die erforderlichen Büroflächen für die Behörden berücksichtigt, sondern auch Potenziale für zusätzliche Nutzungen wie Wohnen, Gastronomie und soziale Einrichtungen, die zu einem lebendigen, gemischten Quartier beitragen sollen. Der Entwurf fördert eine flexiblere Nutzung, die sich an den zukünftigen Bedarfen orientiert, und berücksichtigt dabei auch die Verkehrsinfrastruktur und nachhaltige Mobilität.
Das Ergebnis zeigt ein städtebauliches Konzept, das eine ausgewogene Dichte und Struktur erzielt, indem es kompakte Gebäude mit großzügigen Freiflächen kombiniert. Besondere Akzente setzen markante Gebäude und gut vernetzte öffentliche Räume, die das Areal mit der Umgebung verbinden. Das Projekt berücksichtigt ökologische und klimatische Aspekte, wie eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung und die Nutzung erneuerbarer Energien, und trägt so zur Schaffung eines zukunftsfähigen, lebenswerten Stadtquartiers bei.



Leistungen: Städtebaulicher Rahmenplan, Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben; Bundesbau Baden-Württemberg
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: Teilgebiet A ca. 10 ha; Teilgebiet B ca. 2,5 ha

Die Stadt Pforzheim strebt an, durch die Schaffung ökologisch und städtebaulich wertvoller Stadtbereiche neuen Wohnraum zu entwickeln. Im Fokus steht dabei das Gebiet der nördlichen Hanglagen, eine Streusiedlung mit vielen ungenutzten oder nur teilweise genutzten Flächen. Das Ziel des Projekts war es, die Potenziale dieses Gebiets zu untersuchen und mögliche Ansätze für zukünftige Wohnbauentwicklungen zu formulieren, um hier einen neuen, zukunftsfähigen Stadtteil zu schaffen.
Im Rahmen der Planung wurden zunächst zentrale Fragestellungen bearbeitet: Wo und wie kann in diesem Gebiet gebaut werden? Auf Basis dieser Untersuchungen wurden Ideen und Visionen entwickelt, die eine städtebauliche, freiräumliche und ökologische Weiterentwicklung des Gebiets anstrebten. Es entstand die Vision eines Stadtteils, der die Verknüpfung von Stadt und Land ermöglicht und durch die Kombination unterschiedlicher Funktionen autark und nachhaltig agiert. Die Entwicklungsstrategie verfolgte das Motto „Stadt / Land / X“, wobei verschiedene Teilbereiche des Gebiets als strukturbildende Bausteine definiert wurden.
Das Ergebnis des Projekts war ein Leitbild, das die zukünftige Entwicklung des Gebiets hin zu einem nachhaltigen, ökologisch wertvollen Stadtteil steuert. Die entwickelten Teilbereiche mit ihren spezifischen Nutzungen bilden die Grundlage für eine differenzierte und maßgeschneiderte Stadtentwicklung. Eine Umsetzungsstrategie wurde erarbeitet, um die Ziele des Leitbildes Schritt für Schritt zu erreichen und die Identität des neuen Stadtteils zu formen.



Leistungen: Entwicklungskonzept; Mehrfachbeauftragung nach vorgeschaltetem öffentlichen Teilnahmewettbewerb
Auftraggeber: Stadt Pforzheim
Planungszeitraum: 2021
Plangebietsgröße: ca. 140 ha

Der Industriehof in Speyer stellt ein einzigartiges und vielversprechendes Stadtquartier dar, das durch seinen historischen Bestand, seine vielfältigen Freiräume und Nutzungsmöglichkeiten sowie den Kontrast von geschäftigem Treiben und beschaulicher Ruhe besticht. Das Areal bietet großes Potenzial, behutsam weiterentwickelt zu werden und sich zu einem lebendigen, vielseitigen Stadtquartier für verschiedene Nutzergruppen zu wandeln. Ziel des Projekts ist es, den bestehenden Charakter zu bewahren und gleichzeitig neue, bereichernde Elemente hinzuzufügen, um den Industriehof aus seinem „Dornröschenschlaf“ zu erwecken.
Die Vorgehensweise zur Weiterentwicklung des Gebiets basiert auf einer schrittweisen und umsichtigen Strategie. Der historische Bestand wird durch minimalinvasive Sanierungen und Neubauten ergänzt, die den Charakter des Ensembles wahren und gleichzeitig für moderne Nutzungen geöffnet werden. Das Freiraumkonzept folgt dem Prinzip eines „Patchwork-Teppichs“, der die Vielfalt und den Industrie-Charme des Areals aufgreift. Zentrale Bausteine sind die Öffnung und Durchwegung der großen Hallen, um neue Nutzungsmöglichkeiten wie Coworking, Startups und Quartiersmärkte zu schaffen.
Das Ergebnis ist ein revitalisiertes Quartier, das durch die Kombination aus bewahrtem historischen Charme und modernen, kreativen Nutzungsmöglichkeiten eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Der Industriehof wird zu einem lebendigen und multifunktionalen Raum, der durch eine nachhaltige und benutzerfreundliche Erschließung für Fußgänger, Radfahrer und den betrieblichen Verkehr zugänglich bleibt. So entsteht ein dynamisches, offenes Umfeld, das sowohl den Bewohnern als auch den Nutzern vielfältige Möglichkeiten zur Aneignung und Gestaltung bietet.




Leistungen: zweiphasiger kooperativer städtebaulicher Einladungswettbewerb mit freiraumplanerischer Vertiefung
Auftraggeber: Stadt Speyer
Planungszeitraum: 2021-2022
Plangebietsgröße: ca. 11 ha
In Zusammenarbeit mit: AAg Loebner Schäfer Weber BDA Freie Architekten GmbH; GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt

Der Wenderplatz, bislang ein unscheinbarer Parkplatz, wird zu einem urbanen Ort transformiert, der zukünftig als Bindeglied zwischen der Innenstadt, dem Rennbahngelände und perspektivisch auch dem Rhein dient. Ziel des Projekts ist es, diesen Raum von einem Transitbereich zu einem eigenständigen, attraktiven Stadtbaustein zu entwickeln, der hochfrequentierte Nutzungen beherbergt und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das geplante Forum wird zum neuen Zentrum des Stadtteils und soll sowohl als Verbindungselement als auch als Treffpunkt fungieren.
Die Planung des Forums basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Entwürfen und Varianten. Drei größere Gebäudemassen wurden so positioniert, dass sie sich gut in die Umgebung einfügen und den urbanen Raum aktiv gestalten. Diese Kubaturen kombinieren thematisch passende Nutzungen und schaffen lebendige Erdgeschosszonen, die Synergien zwischen den Nutzern fördern. Die Gebäudeorientierung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, insbesondere den Gleisen, dem Baumbestand und den Flutschutzanlagen. So entsteht ein urbaner Raum, der sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt.
Das Ergebnis ist ein neuer urbaner Knotenpunkt, der nicht nur die verschiedenen Teile der Stadt miteinander verbindet, sondern auch einen Raum für Nutzung, Bewegung und Verweilen bietet. Das Forum als zentrale Platzfläche im Herzen des neuen Quartiers schafft ein lebendiges Umfeld, das sowohl für die Anwohner als auch für Besucher eine hohe Attraktivität besitzt und das urbane Leben in dieser Gegend nachhaltig bereichert.



Leistungen: kooperative Ideenwerkstatt
Auftraggeber: Stadt Neuss
Planungszeitraum: 2021
Plangebietsgröße: ca. 5 ha
In Zusammenarbeit mit: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt

In Zusammenarbeit mit: Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt; Yalla Yalla – Studio for Change GbR, Mannheim (Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit)
Das Gewerbegebiet Vaihingen-Möhringen, das größte Gewerbegebiet Stuttgarts, wächst aufgrund seiner hervorragenden Lage und der Vielzahl ansässiger Firmen. Allerdings führt dieses Wachstum zu typischen Herausforderungen wie begrenztem Platz, überlasteter Verkehrsinfrastruktur und einer leidenden Qualität der öffentlichen Räume. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an den Standort. Auf Initiative von Unternehmer Andreas Lapp haben sich die Firmen im Verein „Werk Quartier Stuttgart“ zusammengeschlossen, um eine langfristige Vision für das Quartier zu entwickeln.
MESS wurde mit der Aufgabe betraut, ein städtebauliches Konzept zu erarbeiten, das Antworten auf zentrale Fragen zur Zukunft des Gebiets liefert. Nach umfangreichen Recherchen, Analysen und Workshops entwarfen sie das Konzept des „Werk Quartiers“, das auf vier zentralen Säulen basiert: neue Nutzungen, neue Mobilität, neue Freiräume und neues Grün. Der Entwurf integriert bestehende Planungen und geht einen Schritt weiter, indem er eine umfassende Vision für die Entwicklung des Quartiers schafft.
Das Ergebnis ist ein flexibles Konzept, das als Ausgangspunkt für eine breitere Diskussion und Weiterentwicklung dient. Es identifiziert verschiedene Bausteine, die das Quartier schrittweise in die gewünschte Richtung transformieren sollen. Das Konzept ist als dynamischer Plan gedacht, der im Dialog mit der Stadt, den Anliegern und anderen Akteuren weiter konkretisiert und angepasst werden kann. Es stellt somit einen Anstoß für die zukünftige Entwicklung des Gebiets dar.




Leistungen: Städtebauliches Konzept, planerische Begleitung
Auftraggeber: LAPP Immobilien und Werk Quartier Stuttgart e.V.
Planungszeitraum: 2021 (laufend)
Plangebietsgröße: ca. 150 ha

Die Stadt Stuttgart widmet sich seit Jahren der Aufwertung und Behebung funktionaler Defizite ihrer Stadtteilzentren. Für Zuffenhausen wurde dabei neben der Verbesserung der Unterländer Straße ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung des Bahnhofsumfelds gelegt. Der Bahnhof, als bedeutender ÖPNV-Knotenpunkt, leidet unter gestalterischen und städtebaulichen Schwächen wie seiner „Rückseitenanmutung“, versteckten Zugängen und einer wenig repräsentativen Erscheinung. Ziel ist es, diesen zentralen Ort zu einem attraktiven und gut integrierten Bestandteil des Stadtteils zu entwickeln und gleichzeitig seine Funktion als Verkehrsknoten sowie als Eingangstor zu stärken.
Das Büro MESS wurde mit der Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts beauftragt, das das Bahnhofsumfeld umfassend betrachtet. Im Fokus standen die drei Zugangsbereiche des Bahnhofs, der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), das Kulturzentrum sowie die Flächen im Gleisdreieck. Das Konzept berücksichtigt unterschiedliche Eingriffsintensitäten – von punktuellen Maßnahmen im Bestand bis hin zu umfassenderen Neuordnungen. Schwerpunkte waren die Verbesserung der Zugänglichkeit und Querungsmöglichkeiten, die Aufwertung öffentlicher Räume sowie die langfristige städtebauliche Weiterentwicklung des Bahnhofs als strategisch wichtigem Ort im Stadtgefüge.
Das Ergebnis ist ein realisierungsfähiges Entwicklungskonzept, das als Grundlage für zukünftige Maßnahmen und Wettbewerbe dient. Es zeigt klare Potenziale zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Funktionalität und bietet eine langfristige Perspektive für die Transformation des Bahnhofs Zuffenhausen in einen lebendigen, integrierten und hochwertigen Verkehrsknoten sowie Stadteingang.




Leistungen: Städtebauliches Entwicklungskonzept
Auftraggeber: Stuttgart
Planungszeitraum: 2019-2020
Plangebietsgröße: stadträumliches Untersuchungsgebiet

Das Projekt im Hamburger Bezirk Altona befasst sich mit der Umgestaltung eines zentralen Stadtbereichs, der durch die Verlagerung des Fernbahnhofs Altona nach Norden ermöglicht wird. Dabei entstehen auf ehemaligen Bahn- und Gewerbeflächen, einschließlich der Holsten Brauerei, etwa 30 Hektar innerstädtische Entwicklungsfläche – das zweitgrößte städtebauliche Projekt Hamburgs nach der HafenCity. Ziel ist es, die bislang durch Bahntrassen getrennten Quartiere des Hamburger Westens miteinander zu verbinden und eine nachhaltige städtische Struktur zu schaffen.
Das neue Viertel wird als eigenständige Einheit mit drei klar definierten Quartieren rund um einen zentralen Park konzipiert. Diese prägnante städtebauliche Struktur erlaubt eine flexible, etappenweise Realisierung, abhängig von der Verfügbarkeit der Grundstücke. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung des Freiraumsystems: Neben neuen Freizeit- und Erholungsflächen entstehen durchgängige Wegeverbindungen in Ost-West- und Nord-Südrichtung. Der zentrale Grünzug schließt die bestehende Lücke im städtischen Freiraumsystem und erweitert die bedeutende städtebauliche Achse vom Altonaer Balkon über den alten Bahnhof Altona bis zum neuen Fernbahnhof Diebsteich. Die denkmalgeschützten Güterabfertigungshallen werden dabei in das Quartierskonzept integriert und neu genutzt.
MESS gewann für dieses Konzept 2006 gemeinsam mit ASTOC Architects & Planners den ersten Preis bei der Internationalen Architekturolympiade sowie die Silbermedaille im Bereich Städtebau. Aufbauend auf einer beauftragten Vorstudie wurde 2010 ein internationaler Realisierungswettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnisse in die weitere Umsetzung des Projekts einflossen. Das Projekt trägt maßgeblich zur urbanen Weiterentwicklung Altonas bei und schafft eine zukunftsfähige Verbindung zwischen den bislang isolierten Stadtquartieren.



Leistungen: Städtebaulicher Entwurf, Vorstudie, 1. Platz
Auftraggeber: Freie- und Hansestadt Hamburg
Planungszeitraum: 2006 – 2009
Plangebietsgröße: Insgesamt ca. 28,5 ha; Einzelquartiere von 5-16 ha
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects & Planners, Köln; WES Landschaftsarchitekten, Hamburg

Im Rahmen des Karlsruher Stadtjubiläums 2015 soll ein Räumliches Leitbild entwickelt werden, das als strategische Grundlage für die zukünftige Stadtentwicklung dient. Um diesen Prozess vorzubereiten, wurden zentrale Fragestellungen erarbeitet und anschaulich illustriert. Karlsruhe steht vor vielfältigen Herausforderungen: Die Innenstadt befindet sich in einem umfassenden Umgestaltungsprozess, das Verkehrssystem wird modernisiert, und strukturelle Problemfelder werden bearbeitet. Gleichzeitig beeinflussen demografische, wirtschaftliche und ökologische Entwicklungen die Stadt in ihrer Gesamtheit. Ziel des Leitbilds ist es, Karlsruhe als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln und räumliche Handlungsschwerpunkte zu definieren.
Die Vorgehensweise basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung der Stadt, die über einzelne Projekte hinausgeht und ein gemeinsames Bild für die zukünftige Entwicklung entwirft. Wichtige Themenfelder umfassen das Verhältnis der Stadt zur Region und zum Rhein, den Hochschul- und Technologiestandort, Mobilität, Stadtbild und Freiräume. Die bauliche Struktur und das Erscheinungsbild Karlsruhes sollen unter Berücksichtigung dieser Aspekte weitergedacht werden. Dabei geht es um Fragen zur Wohn- und Gewerbegebietsentwicklung, zur Nutzung bestehender Flächenpotenziale und zur Gestaltung naturräumlicher Übergänge.
Vor dem Hintergrund eines wachsenden Entwicklungsdrucks ohne großflächige Expansion ist es essenziell, ein tragfähiges räumliches Konzept zu erarbeiten. ASTOC/MESS haben hierzu eine vorbereitende Analyse erstellt, die zehn zentrale Fragen an die zukünftige Entwicklung Karlsruhes formuliert. Diese Fragen decken die wichtigsten Herausforderungen und Potenziale ab und bilden die Grundlage für eine fundierte strategische Ausrichtung der Stadtentwicklung.




Leistungen: Gesamtstädtische Analyse, Studie
Auftraggeber: Stadtplanungsamt Karlsruhe
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: 173 km²
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects & Planners, Köln
Das rund 50 Hektar große innerstädtische Areal Schildacker in den Freiburger Stadtteilen Haslach und St. Georgen ist ein vielfältig genutztes Quartier mit heterogener Struktur. Im Rahmen des Landesförderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde ein strategisches Rahmenkonzept zur zukünftigen Entwicklung erarbeitet. Ziel war es, eine nachhaltige städtebauliche Leitlinie zu schaffen, die bestehende Strukturen stärkt und gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Vier Planungsbüros wurden in eine Mehrfachbeauftragung einbezogen, deren Ergebnisse im März 2015 öffentlich präsentiert wurden. Die Auswahlkommission entschied sich für das Konzept von MESS und ASTOC Architects and Planners als Grundlage für die weitere Entwicklung.
Das Konzept sieht eine strukturelle Gliederung des Quartiers in mehrere Teilbereiche vor. Neubauten konzentrieren sich insbesondere auf die ECA-Siedlung, das Gelände der Polizeiakademie sowie das Götz & Moriz-Areal. Während bestehende bauliche Strukturen erhalten und durch gezielte Maßnahmen gestärkt werden, erfolgt die Weiterentwicklung durch maßvolle Nachverdichtung. Die ECA-Siedlung wird schrittweise erneuert, wobei ihre charakteristische Struktur aus Zeilenbauten und Grünflächen bewahrt bleibt. Neue Wohngebäude an der Polizeiakademie orientieren sich an den angrenzenden Quartieren und fassen die öffentlichen Räume. Im Zentrum bleibt der baumbestandene Anger erhalten und wird durch experimentellen Wohnungsbau ergänzt.
Durch präzise gesetzte Neubauten erfährt die Marshall-Siedlung eine maßvolle Erweiterung. Der neu geschaffene „Kreativ-Bogen“, der sich zwischen Schildackerweg und Schopfheimer Straße erstreckt, bildet gemeinsam mit dem Götz & Moriz-Areal einen Anziehungspunkt für die Kreativwirtschaft. Vorhandene kulturelle und gewerbliche Nutzungen bieten dabei ideale Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen. Das „Bunte Quartier“ zwischen Kreativ-Bogen und Wiesentalstraße soll langfristig durch eine schrittweise Transformation weiterentwickelt werden, wobei die bestehende Nutzungsmischung erhalten bleibt und durch gezielte Nachverdichtungen ergänzt wird.
Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2014
Plangebietsgröße: ca. 50 ha, ca. 157.000m² BGF, 1.400 WE
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects and Planners Köln

Die Gemeinde Mettlach initiierte 2014 gemeinsam mit Villeroy & Boch ein Planungsverfahren zur städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Mettlach ist stark durch die Präsenz des Unternehmens geprägt, dessen Verwaltungs- und Produktionsgebäude weite Teile des Ortsbildes dominieren. Aufgrund des Strukturwandels wurden große Teile der Industrieflächen stillgelegt, insbesondere im Bereich der Mosaikfabrik sowie östlich der Alten Abtei. Viele dieser Flächen liegen brach oder werden künftig aufgegeben, wodurch neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten entstehen. Ziel des Projekts ist es, den Ort neu zu strukturieren, zentrale Bereiche besser zu verknüpfen und den Stadtraum durch eine durchdachte Gestaltung aufzuwerten. MESS wurde nach einer einstimmigen Jury-Empfehlung mit der Weiterbearbeitung des Konzepts beauftragt.
Kern der entwickelten Konzeption ist die „Mettlacher Runde“, ein barrierefreier Rundweg, der die wichtigsten städtischen Bereiche verbindet und durch einheitliche Gestaltungselemente Orientierung bietet. Der Weg verknüpft historisch und touristisch bedeutsame Orte und greift bestehende Wegeverbindungen auf. Er integriert den Abteipark, die Alte Abtei und das Saarufer und dient als Ausgangspunkt für weitere Routen, wie den Saar-Hunsrück-Steig. Die Gestaltung reagiert dabei flexibel auf die unterschiedlichen Charaktere der Teilbereiche und schafft eine einheitliche, aber abwechslungsreiche Raumqualität.
Das Konzept basiert auf einer intensiven Analyse der städtebaulichen Rahmenbedingungen und der durch den Strukturwandel entstandenen Defizite. Im Fokus steht die Frage, wie sich Mettlach gestalterisch und funktional weiterentwickeln kann. Durch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten entstehen Chancen, die zentrale Mitte des Ortes besser mit ihrer Umgebung zu vernetzen. Besondere Orte wie Schloss Saareck, die City, der Abteipark, die Alte Abtei und das Saarufer werden gezielt miteinander verbunden und stärken so die Attraktivität Mettlachs sowohl für Bewohner als auch für Besucher.



Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Mettlach in Kooperation mit Villeroy & Boch
Planungszeitraum: 2014
In Zusammenarbeit mit: Stefan Laport Landschaftsarchitekt, Battweiler

Die Nordweststadt in Karlsruhe, ein historisch junger Stadtteil, steht vor der Herausforderung, sich an die aktuellen Lebensverhältnisse anzupassen und gleichzeitig zukunftsfähig zu bleiben. Mit einer Fläche von rund 376 Hektar und etwa 11.600 Einwohnern weist die Nordweststadt eine vielfältige Wohnbebauung auf, deren Qualität verbessert werden soll. Ziel des städtebaulichen Rahmenplans, der 2016 ins Leben gerufen wurde, ist es, das bestehende Wohnumfeld aufzuwerten und neue Qualitäten zu schaffen, um die Nordweststadt als lebendigen Stadtteil im Rahmen des Korridorthemas „Meine Grüne Stadt Karlsruhe“ weiterzuentwickeln.
Der Planungsprozess setzte auf einen intensiven Dialog mit den Anwohnern, der Politik und der Verwaltung. In Workshops und Spaziergängen wurden sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Stadtteils identifiziert. Ein wichtiger Fokus lag dabei auf der Frage, wie das bestehende Wohnraumangebot zukunftsfähig ergänzt werden kann, ohne die vorhandene Struktur zu überlasten. Ein zentrales Anliegen war es, Spielräume und Optionen für eine behutsame Innenentwicklung auszuloten und dabei die „Grenzen“ der Stadtentwicklung zu respektieren.
Das Ergebnis des Planungsprozesses bietet eine umfassende Perspektive für die Weiterentwicklung der Nordweststadt. Es wurden konkrete Handlungsmöglichkeiten formuliert, wie der Stadtteil sowohl durch die gezielte Nutzung der Potenziale der Innenentwicklung als auch durch eine kluge Ergänzung des Wohnraums gestärkt und aufgewertet werden kann. Die Herausforderungen einer wachsenden Stadt wurden dabei berücksichtigt, um die Nordweststadt zu einem zukunftsfähigen, attraktiven Stadtteil zu machen.



Leistungen: Erstellung Rahmenplan
Auftraggeber: Stadt Karlsruhe
Planungszeitraum: 2016-2017
Plangebietsgröße: ca. 249 ha

Das PFAFF-Areal in Kaiserslautern, ein historisch bedeutsames Gebiet, soll zu einem Modellprojekt für moderne und nachhaltige Stadtentwicklung werden. Ziel ist es, die besonderen Qualitäten des Areals zu bewahren und gleichzeitig ein innovatives, zukunftsfähiges Stadtquartier zu schaffen, das als Vorbild für zukünftige städtebauliche Entwicklungen in Kaiserslautern dient.
Der städtebauliche Rahmenplan von MESS, der nach einem intensiven Planungsprozess und zahlreichen Beteiligungsrunden mit öffentlichen Akteuren und Fachabteilungen erstellt wurde, legt die grundlegende Konzeption für die Konversion des PFAFF-Areals fest. Dieser Plan wird nun in einem verbindlichen Gestaltungshandbuch weiterentwickelt, das als Grundlage für das Bauleitplanverfahren dient. Das Handbuch umfasst städtebauliche und freiraumplanerische Ziele und stellt sicher, dass die geplanten Entwicklungen mit den Vorgaben der Stadt und der Region übereinstimmen.
Das Ergebnis des Projekts ist die Schaffung eines eigenständigen, attraktiven Stadtquartiers, das die industrielle Geschichte des Areals mit modernen, energieeffizienten und nutzungsgemischten Gebäuden verbindet. Das Gestaltungshandbuch dient als wichtiges Kommunikationsinstrument, das die bauliche Entwicklung leitet und die Qualität des Projekts sichert, um das neue Image des Gebiets als urbaner und identitätsstiftender Stadtteil zu gewährleisten.



Leistungen: Rahmenplan, Begleitung der Bauleitplanung, Gestaltungshandbuch
Auftraggeber: Stadt Kaiserslautern
Planungszeitraum: 2016-2018
Plangebietsgröße: ca. 21 ha
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects and Planners, Köln

Das Festplatz-Areal in Crailsheim umfasst eine Fläche von ca. 25 ha und ist unter anderem bekannt für das „Fränkische Volksfest“. Die besondere Lage in der Nähe des Stadtzentrums, sowie die Anforderungen des Volksfestes und der Erhalt des Parkplatzangebots stellen spezielle Herausforderungen für die Planung dar. Ziel des Projekts ist es, das Areal stärker in die Stadtstruktur zu integrieren und als verbindendes Element in das städtebauliche Gefüge von Crailsheim zu entwickeln.
Die Vorgehensweise umfasst die Schaffung einer klareren Gliederung des Festplatzes, der derzeit eine wenig organisierte Freifläche darstellt. Einzelne Hallen wie die Karlsberghalle und die HAKRO-Arena sollen durch ein durchgängiges Gestaltungskonzept besser miteinander verknüpft werden. Zentrale Elemente dabei sind die Verbesserung der Fuß- und Radwegeverbindungen sowie die Schaffung eines gestalterischen Rahmens, der verschiedene Bereiche des Festplatzes sinnvoll unterteilt. Eine wesentliche Rolle spielt die Stadthalle, die als prägendes Element eine kontinuierliche Raumfolge fördert.
Das Ergebnis der Planung wird eine flexible und funktional gestaltete Festplatzfläche sein, die unterschiedliche Nutzungsarten ermöglicht. Durch eine differenzierte Raumaufteilung und variierende Gestaltungselemente entsteht eine attraktive und anpassungsfähige Veranstaltungsfläche. Diese soll nicht nur die Nutzung des Festplatzes intensivieren, sondern auch eine bessere Verzahnung mit der umgebenden Stadtstruktur und den dort bestehenden Wegen und Plätzen erzielen.




Leistungen: Mehrfachbeauftragung, Masterplan
Auftraggeber: Stadt Crailsheim
Planungszeitraum: 2017
Plangebietsgröße: ca. 25 ha

Der Zähringer Norden in Freiburg, bislang als „Vorstadtwüste“ wahrgenommen, birgt unentdeckte Potenziale, die im Rahmen einer städtebaulichen Mehrfachbeauftragung erschlossen werden sollen. Ziel der Stadt Freiburg ist es, die versteckten Qualitäten des Gebiets zu nutzen, um daraus einen attraktiven und vielfältigen Stadtteil zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die vorhandenen Strukturen wie Nahversorgung, Grünräume, eine gute Erschließung und den Zähringer Bach gezielt einzubinden und weiterzuentwickeln, anstatt sie zu ersetzen.
Das Büro MESS setzt auf einen Ansatz des „Upcyclings“, bei dem mit den bestehenden Gegebenheiten gearbeitet wird, um verschiedene Quartiere mit eigenen Identitäten zu schaffen. Die städtebauliche Strategie basiert auf einer soliden Grundlage, die Themen wie Flexibilität für Umbau- und Entwicklungsszenarien, das Leben mit Lärm, die Generierung von Mehrwert und die Schaffung überdurchschnittlicher Qualitäten adressiert. Gleichzeitig wird besonderer Wert auf die Vernetzung der Quartiere gelegt – sowohl untereinander als auch mit ihrer Umgebung. Ziel ist es, städtebauliche und landschaftliche Elemente in Einklang zu bringen, um attraktive Wohn- und Lebensräume zu schaffen.
Das Ergebnis ist ein zukunftsweisender Entwurf, der aus dem Zähringer Norden ein lebendiges Quartier mit hohem Wohnwert macht. Durch die geschickte Kombination von Bestand und Neugestaltung entsteht ein Stadtteil, der sich durch Flexibilität, Vernetzung und besondere Qualitäten auszeichnet. Das Konzept schafft eine klare Vision für die Transformation und Entwicklung des Areals und bietet eine langfristige Perspektive für die Integration in das Freiburger Stadtgefüge.



Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2017
Plangebietsgröße: ca. 10 ha

Das Areal der ehemaligen Stem Barracks, direkt an der Autobahn 656 im Stadtteil Suebenheim in Mannheim, stellt ein potenzielles Entwicklungsgebiet dar. Das Gelände, das sich im Besitz des Bundes befindet und teilweise unter Denkmalschutz steht, ist derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Ziel des Projekts war es, die Entwicklungsmöglichkeiten des etwa drei Hektar großen Areals zu untersuchen und mit der Bürgerschaft im Rahmen eines Dialogprozesses zu diskutieren.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Nutzungs- und Entwicklungsoptionen für das Kasernenareal erarbeitet. Zunächst wurde eine Bestandsaufnahme der Fläche durchgeführt und die möglichen Herausforderungen sowie Chancen vorgestellt. In mehreren Bürgerveranstaltungen wurden szenarienhafte Varianten präsentiert und gemeinsam mit den Anwohnern und Stadtvertretern diskutiert. Die Studie konzentrierte sich darauf, zu prüfen, welche Nachnutzungsoptionen wie Gewerbe, Wohnen oder eine Nutzungsmischung unter den gegebenen Rahmenbedingungen realisierbar sind.
Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist eine fundierte Einschätzung der am besten geeigneten Nachnutzungsoptionen. Sie bietet eine belastbare Grundlage für die nächsten Planungsschritte und Entscheidungsträger, ohne jedoch bereits konkrete Entwürfe oder Umsetzungspläne zu liefern. Die Studie stellt somit den ersten Schritt dar, um die weiteren Planungs- und Abstimmungsprozesse zu initiieren.




Leistungen: Machbarkeitsstudie
Auftraggeber: Stadt Mannheim
Planungszeitraum: 2018-2019
Plangebietsgröße: ca. 3 ha
In Zusammenarbeit mit: Yalla Yalla – Studio for Change GbR, Mannheim
